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So findest du jemanden, der dir beim Dranbleiben hilft

Wenn du schon einmal spazieren gegangen bist, weil ein Freund auf dich gewartet hat, kennst du den Vorteil einer gemeinsamen Verabredung. Losgehen musstest du selbst. Doch den Plan stillschweigend fallen zu lassen war schwieriger, weil jemand mit dir gerechnet hat.

Das lässt sich auch für eine Gewohnheit nutzen, die du immer wieder aufschiebst. Pünktlich aufzustehen ist ein Beispiel. Du sagst einer vertrauten Person, was du dir vornimmst, und berichtest anschließend, wie es gelaufen ist. Wenn sie ebenfalls Unterstützung möchte, kannst du ihr denselben Gefallen tun.

Die Idee ist einfach. Damit die Vereinbarung auch nach den ersten begeisterten Tagen hilfreich bleibt, solltet ihr vorher ein paar Dinge besprechen.

Such dir jemanden, bei dem du ehrlich sein kannst

Dein bester Freund kann gut passen. Entscheidend ist aber auch, wie er reagiert, wenn etwas schiefläuft. Du solltest sagen können, dass du verschlafen hast, ohne dir vorher eine Ausrede zurechtzulegen. Wenn darauf jedes Mal ein Vortrag folgt, wirst du seine Nachrichten vielleicht irgendwann meiden.

Achte darauf, ob jemand kleine Absprachen einhält. Eine Freundin, die zuverlässig antwortet, hilft dir hier mehr als jemand, der einmal eine lange Motivationsnachricht schickt und dann einen Monat verschwindet. Frag auch, ob sie selbst bei einer Gewohnheit Unterstützung gebrauchen könnte. So haben beide einen Grund, dabeizubleiben.

Für den Morgen sind ähnliche Tagesabläufe praktisch. Ihr müsst nicht zur selben Minute aufstehen. Wer um sieben arbeitet, kann aber womöglich niemanden begleiten, der gerade von der Nachtschicht kommt. Besprecht die konkreten Wochentage und Zeiten.

Macht aus dem Wunsch eine klare Absprache

„Ich will morgens besser klarkommen“ lässt viel offen. Konkreter wäre: „Diese Woche möchte ich an Arbeitstagen um 7:15 Uhr aus dem Bett sein. Ich schreibe dir, sobald ich in der Küche bin.“ Damit weiß die andere Person, was du vorhast.

Wähle eine Zeit, die zu deinem Leben passt. Eine fremde Fünf-Uhr-Routine zu kopieren bringt wenig, wenn dein Tag später beginnt. Wenn du ein Zimmer teilst oder nachts ein Kind versorgst, gehört das in die Planung. Eine Absprache, die euren Haushalt ignoriert, ist schwer einzuhalten.

Klärt auch, was Aufstehen für euch bedeutet. Den Wecker auszuschalten und wieder unter die Decke zu kriechen entspricht vielleicht nicht dem, was dein Partner verstanden hat. Aufstehen und in die Küche gehen ist leichter nachzuvollziehen.

Besprecht den Fall, dass jemand verschläft

Klärt das, bevor es passiert. Soll dein Partner eine Nachricht schicken? Wäre ein Anruf willkommen? Wann soll er aufhören, es zu versuchen? So wird aus angebotener Hilfe keine Folge unerwünschter Unterbrechungen.

Eine Absprache könnte lauten: „Wenn du bis 7:30 Uhr nichts gehört hast, schreib mir einmal. Ich antworte, sobald ich es sehe. Wenn es öfter passiert, reden wir später darüber.“ Solche Nachrichten und Anrufe organisiert ihr selbst. Niemand sollte den ganzen Vormittag neben dem Handy sitzen müssen.

Wenn ein Morgen schiefgeht, fragt nach dem Grund und überlegt, ob der nächste Tag anders geplant werden sollte. Nach einer Nacht mit einem kranken Kind löst ein früherer Wecker das Problem wahrscheinlich nicht. Wer im Bett am Handy hängen geblieben ist, könnte dagegen ausprobieren, es weiter wegzulegen.

Mit Coop die Ergebnisse teilen

Die Weckpartner in Coop geben euch einen Ort für die Ergebnisse, die der Wecker aufzeichnet. Ihr könnt euch über einen persönlichen Code oder einen QR-Code verbinden. Erst wenn beide die Verbindung akzeptiert haben, werden Statistiken geteilt.

Verbundene Partner können geteilte Tagesergebnisse, Serien und Aufwachzeiten sehen. Das gibt eurem Gespräch einen konkreten Ausgangspunkt. Dein Freund kann die Woche nachvollziehen, ohne jeden Morgen einen Bericht anzufordern. Du kannst dasselbe für ihn tun.

Es gibt auch Gruppen. Du kannst eine öffentliche Gruppe suchen oder über einen Gruppencode beitreten. Dabei werden deine Tagesergebnisse und Serien mit den Mitgliedern geteilt, solange das Teilen eingeschaltet ist. Sie können auch deine Aufwachzeiten sehen. Private Gruppen stehen nicht in der öffentlichen Liste, aber jeder mit dem Code kann beitreten. Gib ihn deshalb bewusst weiter.

Coop synchronisiert beim Öffnen und nach erfolgreichem Aufwachen. Ein älteres Ergebnis kann bedeuten, dass jemand offline ist. Schau auf den Zeitpunkt der Aktualisierung, bevor du Schlüsse ziehst. Die Aufzeichnung erzählt auch nicht alles über den Morgen. Ob jemand später wieder ins Bett gegangen ist, kannst du daran nicht erkennen. Euer Gespräch bleibt wichtig.

Probiert es zunächst eine Woche

Fang mit einer Person und einer Vereinbarung an. Eine Woche reicht, um herauszufinden, ob Zeit und Ablauf für euch funktionieren. Wenn sofort Sport, Lesen und ein aufwendiges Frühstück dazukommen, wird aus einer kleinen Hilfe schnell eine zusätzliche Aufgabe.

Fragt euch am Ende der Woche, was angenehm und hilfreich war. Vielleicht war die morgendliche Nachricht gut, die Erinnerung am Abend aber lästig. Ändert diesen Teil. Bei unterschiedlichen Arbeitszeiten passt ein gemeinsamer Blick auf die Ergebnisse am Abend vielleicht besser als eine sofortige Antwort.

Achte darauf, wie wichtig die Serie für dich wird. Mehrere gelungene Morgen können sich gut anfühlen. Eine unterbrochene Serie sollte den nächsten Kontakt aber nicht peinlich machen. Vereinbart, auch nach einem verpassten Tag zu antworten. Gerade dann kann die andere Person womöglich helfen.

Lasst Raum für Pausen

Sag Bescheid, wenn du aussetzen möchtest. „Ich bin nächste Woche weg, lass uns am Montag wieder anfangen“ genügt. Ihr könnt auch feststellen, dass die Vereinbarung ihren Zweck erfüllt hat. Niemand schuldet einem anderen dauerhaften Einblick in seinen Morgen.

In Coop kannst du das Teilen ausschalten oder einen Partner entfernen und blockieren. Änderungen benötigen eine Internetverbindung und gelten, sobald die App eine Antwort erhält. Auf der Datenschutzseite findest du weitere Einzelheiten.

Falls du noch deinen Wecker einrichtest, erklärt der Beitrag über Morgenmissionen die Möglichkeiten. Im Wecker-Ratgeber für Tiefschläfer findest du weitere Punkte für die Auswahl.

Für heute Abend reicht eine einfache Frage an jemanden, dem du vertraust: Würde die Person eine Woche lang morgens mit dir Kontakt halten? Vereinbart eine Zeit, verbindet euch bei Bedarf in Coop und stellt den Wecker für morgen. Was angepasst werden muss, könnt ihr nach den ersten Versuchen entscheiden.

Coop gibt es im App Store und bei Google Play. Die Download-Seite sammelt beide Buttons.